Deine Businesswebseite

Alles was du über WordPress Plugins wissen musst

WordPress Plugins - der komplette Ratgeber

Was ich an WordPress so mag ist, dass es im Grunde genommen eine eierlegende Wollmilchsau ist. Es ist ein System, mit dem man Websites für so gut wie alle Bedürfnisse erstellen kann! Allerdings ist WordPress selbst, wenn man es frisch installiert hat, nur minimal mit den wichtigsten Grundfunktionen ausgestattet.

Vielleicht eher vergleichbar mit einer nackigen eierlegenden Wollmilchsau. Hihi.

Um eine WordPress Website für dich und deine Besucher zur Onlinepräsenz eurer Träume zu machen kannst du dir eins der vielen vorhandenen Plugins installieren. Ich erkläre dir heute, auf was du in Sachen WordPress Plugin alles wissen musst und beachten solltest.

Was genau sind eigentlich WordPress Plugins?

Ein Plugin ist eine Datei, die das Können deiner WordPress Website erweitert oder bereits vorhandene Funktionen verändert.

So eine Datei nennt man auch ein Skript und geschrieben wird dieses Skript mit der Programmiersprache PHP. Jeder, der PHP beherrscht, kann also theoretisch ein solches Plugin für WordPress schreiben.

Naja, eigentlich könnte jeder PHP-Entwickler diese Skripte auch direkt in die Grundinstallation von WordPress, den sogenannten Core (Kern) reinschreiben. Aber das wäre in der Anwendung sehr umständlich und anstrengend, wenn man beispielsweise wie ich, viele Websites erstellt und pflegt.

Außerdem würden diese individuellen Skripte jedes Mal verloren gehen, wenn man seine WordPress Installation aktualisieren muss.

Und auch alle anderen, die kein PHP können, hätten von dieser Vorgehensweise nichts.

Deswegen ist es gut, dass es Menschen gibt (ich nenne sie gerne PHP-Magier), die diese Erweiterungs-Skripte in ein Plugin packen, damit auch alle ohne Programmierkenntnisse diese nutzen können. Yeah!

WordPress plus die richten Plugins ist die halbe Webherrschaft!

Wofür gibt es Plugins?

Ich möchte behaupten: für ALLES.

Du willst eine Bildergalerie, ein Newsletter-Formular oder einen Slider auf deiner Website? Da gibts ein Plugin für. Du brauchst einen Online-Shop, Social-Media-Funktionen oder Sicherheits-Features. Schwuppdiwupp installiert, in Form eines Plugins.

Und ich könnt jetzt endlos so weiter machen.

WordPress gibt es seit 2004 und in diesen über 10 Jahren haben sich viele Entwickler mit diesem System beschäftigt und haben digitale Hürden mit Hilfe von Plugins aus dem Weg geräumt. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand bereits dein Problem oder Wunsch gelöst hat ist also ziemlich groß.

Daher gibt es auch tausende kostenlose WordPress Plugins im offiziellen WordPress.org Plugin-Verzeichnis und darüber hinaus auch noch jede Menge (kostenpflichtige) Premium-Plugins.

Das macht die Auswahl der richtigen Plugins für die eigene Webseite, vor allem für WordPress Anfänger, echt schwierig.

Welches WordPress Plugin ist das richtige?

Gewußt wie – WordPress Plugins richtig aussuchen

Bevor du jetzt aber Panik bekommst oder mühselig Stunden um Stunden mit Plugin-Recherchen verbringst, habe ich dir aufgeschrieben, nach welchen Kriterien du ein Plugin richtig bewerten kannst.

Weniger ist mehr

Bevor du nun aber freudig ein Plugin nach dem anderen installierst, muss ich deinen webherrschaftlichen Enthusiamus leider gleich etwas ausbremsen.

Zwar gibt es für jedes digitale Zipperlein ein Plugin, aber du solltest in jedem Falle überlegen, ob das gewünschte Plugin wirklich notwendig ist. So wie viele Köche den Brei verderben können, machen viele Plugins deine Website träge und langsam. Jedes Skript, das ausgeführt werden muss, braucht eben auch seine Lade- und Verarbeitungszeit.

Richtig zum Schwitzen bringst du deine Website, wenn du mehrere Plugins für den gleichen Zweck installiert hast und diese sich gegenseitig in die Haare kriegen.

TO DO: prüfe bitte vor jeder Installation, ob du das Plugin wirklich brauchst oder ob du vielleicht nicht schon eines hast, was die gewünschten Erweiterungen bereits mit sich bringt. Installiere nur die wirklich nötigen Plugins.

Du kommst hier nicht rein – oder doch?

Jedes einzelne Plugin kann auch ein kleines Sicherheitsrisiko darstellen. Es ist zwar praktisch, dass jeder, der mag und kann, ein Plugin schreiben darf, aber da es hier auch wenige offizielle Richtlinien gibt, besteht die Gefahr, dass eine Erweiterung Hacker-Angriffen einen leichten Zugang zu deiner Website bieten. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, dass du nur die nötigen Plugins installierst.

TO DO: Prüfe regelmäßig, ob du noch alle installierten Plugins wirklich benötigst und lösche alle, die du nicht mehr brauchst!

Keep it up to date

Um zusätzlich alles für die Sicherheit deiner Website zu tun, ist es wichtig, dass du deine Plugins regelmäßig aktualisiert. In den meisten Fällen erkennst du ein gutes Plugin daran, dass es regelmässig von seinem Entwickler in Sachen Sicherheit aktualisiert wird und auf die Kompatibilität mit der aktuellsten Version von WordPress getestet wurde.

Auf der Profilseite des Plugins auf WordPress.org in der rechten Seitenleiste kannst du nachlesen, wann das Plugin das letzte mal aktualisiert wurde. Ein paar Wochen oder wenige Monate sind ok, bei Jahren muss man eventuell vorsichtig sein. Außerdem kannst du noch im Hauptbereich unter dem Reiter “Entwicklung” unter “Changelog” nachlesen, welche Versionen bisher herausgebracht wurden. Aber du musst da jetzt nicht alles durchlesen oder verstehen, was da steht. Wenn es dort viele Einträge hat, ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass sich der Entwickler gut um sein Plugin kümmert.

TO DO: Immer wenn du dir ein neues Plugin aussuchst, solltest du darauf achten, dass das Plugin in der Vergangenheit regelmäßig bzw möglichst kürzlich aktualisiert wurde.

Vergiss nicht auch alle deine vorhandenen Plugins zu aktualisieren! Immer wenn ein Update vorhanden ist, wird dir dies im Backend deiner Website unter “Plugins” angezeigt und du musst nur noch “aktualisieren” anklicken.

Recht und Ordnung

Wenn du entschieden hast, dass du ein bestimmtes Plugin gerne installieren möchtest, solltest du es vorher noch in Sachen Recht und Ordnung checken. Im Rahmen der DSGVO, die seit 25.9.2018 in Kraft getreten ist, solltest du keine Plugins nutzen, die die Daten deiner User unkontrolliert oder sogar im Ausland speichern.

TO DO: Auf der Website Blogmojo findest du eine Checkliste mit mehr als 200 Plugins, die auf Herz und Nierchen in Sachen DSGVO geprüft wurden. Im Zweifelsfall findest du dort auch Anleitungen zu wichtigen Einstellungen, die du aus rechtlicher Sicht vornehmen solltest. Zusätzlich findest du Vorschläge, welche Alternativen du bei Plugins hast, die nicht den Richtlinien der DSGVO entsprechen.

Quantität follows Qualität

Normalerweise assoziieren wir ja ein Massenprodukt nicht mit herausragender Qualität. Aber in Sachen WordPress Plugin können wir davon ausgehen, dass das was viele nutzen und auch noch als gut bewerten, nicht ganz schlecht sein kann.

TO DO: Prüfe über dein WordPress Backend oder die WordPress.org-Puginseite, ob ein Plugin oft installiert wurde und möglichst viele Bewertungen bekommen hat. Nicht unbedingt eine Frage des Geldes! WordPress-Extensions werden von einer riesigen Entwicklergemeinde geschaffen. Ob eine Erweiterung kostenlos oder für viel Geld angeboten wird, entscheidet einzig der jeweilige Entwickler. Der Preis eines Plugins ist also nicht zwangsweise eine Aussage über seine Qualität.

Häufig existieren auch zwei Versionen eines Plugins, eine kostenlose Variante mit eingeschränkten Funktionen und eine Premium-Version, bei der du gegen eine Gebühr über den vollen Funktionsumfang verfügen kannst.

Vor allem am Anfang sind übrigens viele kostenlose Plugins in ihrer Funktionsweise völlig ausreichend für eine kleine WordPress-Website mit wenigen Besuchern.

TO DO: Prüfe, ob eine Premium-Version wirklich (schon) notwendig ist und merke dir ggf. bestimmte Parameter, damit du das gewünschte Plugin zu einem späteren Zeitpunkt erwerben kannst.

Deine Checkliste in Sachen WordPress Plugins

Zusammen haben wir nun ein paar solide Entscheidungsgrundlagen in Sachen Plugins ausgearbeitet. Hier nochmal alle Punkte in der Übersicht:

  1. Ist das Plugin wirklich notwendig für meine Ziele im Web?
  2. Habe ich bereits ein Plugin, dass gleiche oder ähnliche Erweiterungen bereitstellt?
  3. Wird das Plugin regelmässig vom Entwickler aktualisiert?
  4. Ist das Plugin DSGVO-konform?
  5. Ist das Plugin beliebt und hat es gute Bewertungen?
  6. Gibt es eine kostenlose Variante des Plugins und ist diese für meine Zwecke ausreichend?
  7. Erleichtert mir die (kostenpflichtige) Premium Variante das Leben?

Halali! Lass uns auf Plugin-Jagd gehen!

Ok, du bist jetzt mit dem besten Wissen in Sachen WordPress Plugins ausgestattet das ich zu bieten habe und hast entschieden, dass ein neues Plugin notwendig ist.
Dann ist es Zeit endlich auf die Suche zu gehen. Und das mache ich so:

Googlen

Zuerst google ich eigentlich immer mit den Begriffen: Plugin + WordPress + Stichwort.

Ergebnis: Artikel über die besten Plugins für das Stichwort. Hier gucke ich mir 1-3 Artikel an und wähle dann ein bis zwei Plugins aus, das den oben aufgeführten Kriterien entspricht. Die gucke ich mir näher an.

Prüfen

Wenn das Plugin im WordPress-Verzeichnis aufgeführt ist, lese ich dort die Beschreibungsseite durch und checke gleichzeitig User-Bewertungen und wie lange die letzte Aktualisierung her ist. Bei einem Premium Plugin suche ich nach Rezensionen dazu.

Falls es nicht irgendwo explizit erwähnt wird prüfe ich nochmal separat, ob das Plugin DSGVO-konform ist, indem ich die Liste auf Blogmojo checke. Falls dies nicht ausreicht und ich weitere Infos in Sachen Datenschutz brauche, checke ich meine zwei liebsten WordPress Facebook Gruppen. Erst nutze ich dort die Suchfunktion oder falls ich nichts finde, stelle ich eine höfliche Frage in der Gruppe.

Zur Facebook Gruppe „WordPress-Bistro“
Zur Facebook Gruppe „DSGVO & WordPress“

Installieren

Habe ich mich entschieden, installiere ich das Plugin über das WordPress Backend. Dazu gehe ich unter Plugins → Installieren und gebe rechts in den Suchschlitz den Namen des ausgesuchten Plugins ein. Aktivieren anklicken nicht vergessen und Tada, ich bin der Webherrschaft um ein Plugin näher gekommen.

Bei Premium Plugins wird es nötig sein, dass du das Plugin auf der Kaufseite als Zip-Archiv runterlädst. In deinem WordPress Backend kannst du es dann ganz bequem hochladen und installieren.

Hier geht kein Weg dran vorbei – Must Have WordPress Plugins

Du bist als Plugin-Noviz*in noch nicht sicher, welche Plugins du eigentlich brauchst oder hast keine Lust lange rumzusuchen?

Verzage nicht, ich teile mein geheimstes Pixelpatinnen-Wissen mit dir und verrate dir meine Lieblings-Plugins. Wir Web-Mafiosi müssen schließlich zusammenhalten!

Cookie Hinweise, nervig aber leider notwendig

Eigentlich sind Kekse ja was tolles, aber die Cookie-Hinweise auf den Websites überall sind ganz schön nervig, oder? Obgleich die rechtliche Situation in Sachen Cookies wie so vieles im Rahmen der DSGVO nicht so super eindeutig geklärt ist, empfehle ich aktuell meinen Kund*innen zur Sicherheit mindestens einen Hinweis auf der Website zu platzieren, dass Cookies dort genutzt werden.

Zusätzlich sollte zum Thema Cookies ein erklärender Absatz in der Datenschutzerklärung vorhanden sein.

Kostenlose einfache Variante: Cookie Notice

Das Plugin bietet die wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten und ist im Design einfach anzupassen. Es ist möglich damit Third-Party-Cookies wie z.B. die von Google Analytics beim ersten Besuch der Seite zu blockieren.

Umfangreiche Premium-Variante: Borlab Cookies

Das Plugin kommt mit vielen Features und Support. Der Website-Besucher kann mit Hilfe des Plugins auswählen, welche Cookies er zulassen möchte.

Im Fall der Fälle die Rettung – ein Backup

Falls deiner Website mal was passieren sollte, ist es gut und wichtig ein Backup parat zu haben, um deine Onlinepräsenz schnell wieder her zu stellen!

Während technische Schwierigkeiten seitens des Hosters eher unwahrscheinlich sind, kann es leider immer mal passieren, dass deine WordPress Website gehackt wird. Auch wenn du die besten Sicherheitsvorkehrungen getroffen hast.

Oder du klickst irgendwann im Eifer deiner Webherrschaft fatalerweise den falschen Knopf an und huch, eine deiner Seiten ist verschwunden oder kaputt.

Solange du ein vollständiges, funktionierendes, Viren-freies Backup deiner Website hast, ist es zwar nervig und zeitaufwendig die Sicherung einzuspielen, aber wenigstens sind deine Daten nicht verloren.

Mein Go-To Backup Plugin: Updraft Plus

Nice to haves – Plugins

Die folgenden Plugins können je nach Webherrschaftsplan dein Leben als Website-Besitzerin erleichtern.

Wordfence

Diese Plugin scannt deine WordPress Installation nach Schadsoftware und schützt sie mit einer Firewall.
Zum Plugin Wordfence

Antispam Bee

Wenn du die Kommentarfunktion aktiv geschalten hast auf deiner Website, hilft dir dieses Plugin dabei Kommentar-Spam zu minimieren.
Zum Plugin Antispam Bee

Contact Form 7

Dieses Plugin ist eines der meistgenutzten Formular-Plugins und du kannst damit einfache Kontaktformulare sowie aufwendige Fragebögen gestalten.
Zum Plugin Contact Form 7

WP Super Cash

Dieses Plugin verringert die Ladezeit deiner Website indem es statische HTML-Dateien anstatt der dynamischen PHP-Skripte ausgibt.
Zum Plugin WP Super Cash

WP Smushit

Dieses Plugin optimiert und verkleinert die Ladezeiten deiner Bilder.
Zum Plugin WP Smushit

YOAST Seo

Dieses Plugin hilft dir dabei deine Website für Suchmaschinen zu optimieren.
Zum Plugin YOAST SEO

Shariff

Mit diesem Plugin kannst du DSGVO-konforme Social Media Buttons auf deiner Website integrieren. Zum Plugin Shariff

Statify

Ein schlankes und einfaches Analyse-Plugin, das keine DSGVO-kritischen Daten sammelt und besonders für Anfänger geeignet ist.
Zum Plugin Statify

Elementor

Mit diesem Plugin kannst du dein Theme um eine Art Baukasten erweitern und deine Seiten auch ohne Programmierkenntnisse grafisch optimal gestalten.
Zum Plugin Elementor

Herzlichen Glückwunsch zum Plugin-Diplom!

So. Das wars. Nun weißt du ALLES was ich in Sachen Plugins Schlaues zu sagen habe. Ich hoffe ich konnte dir ein paar hilfreiche Informationen mit auf den Weg geben und du fühlst dich nun bereit, deine WordPress Website mit den richtigen Plugins auszustatten.

Aber vielleicht hast du noch Fragen oder Anmerkungen? Dann immer her damit!

Oder möchtest du dein allerliebstes Plugin mit uns teilen? Ab damit in die Kommentare, wir würden uns freuen!

Ergreife noch heute die Webherrschaft

In meiner Pixelpost erkläre ich dir, wie du das schaffst.

PS: Bist du immer noch unsicher bei der Auswahl der passenden WordPress Plugins für dich? Buche eine WordPress-Sprechstunde bei mir! Gemeinsam kriegen wir das auf alle Fälle hin!

Als Pixelpatin helfe ich dir mit einfachen Anleitungen dabei, die Webherrschaft mit WordPress zu erlangen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.